Hauptbott 2014

13. Februar 2014 – Am Abend nach einer schönen Tschättermusik traf man sich in Laufenburg/Schweiz, der Mehreren Stadt  zum Hauptbott. Eine Premiere, denn er fand das erste Mal in der neuen Stadthalle statt.  Der Architekt hatte es verstanden, diese Halle dem historischen Stadtbild anzupassen. Auch innen fand man immer wieder Hinweise, z.B. Risse im Fußboden, die zeigten, dass es sich hier um eine altstadtgerechte Bauweise handelt. Eingangstüren und Hinweisschilder sind so hoch, dass man sich auch hoch zu Ross orientieren könnte.

Hochkarätige Gäste waren geladen, um dem Hauptbott zu folgen. Zum Glück wurde, nach der letzten Abstimmung, die große Ansammlung von Zunftbrüdern mit ihren Zunftwiebli aus der Minderen nicht als Massenzuwanderung gesehen. 1801 konnte  Napoleon zwar die Stadt, aber nicht die Zunft trennen, und so war es auch jetzt. Bunt gemischt verteilten sich In- und Ausländer, in der Zunftsprache ausgedrückt die aus der minderen und mehreren Stadt, in der Halle.

Auch beim Programm wechselten sich die Zunftbrüder aus der Mehreren und Minderen ab.

Frau Wäber (Sabine Schütz-Baumgartner aus Minseln) und Hausmeister der Halle Renè d Ä. (Landschaftsvertreter und Ehrenzunftbruder René Leuenberger der Ältere) lockerten geschickt immer wieder das Programm auf, natürlich auch mit der ein oder andere Bemerkung Richtung Sulz.

(Anmerkung der Redaktion: Was sich liebt das neckt sich!)

Der Prolog wurde von Zunftbruder Nobel Wasmer aus der Minderen auf überzeugende Art vorgetragen, dem dann ein super Auftritt der Tambouren, angeführt von Zunftbruder Gregor Maier, folgte.

Nach den Begrüßungsworten von Zunftmeister René Leuenberger war Zunftschrieber Partick Lüthy an der Reihe. Er hatte Mike, seinem Bruder, als Unterstützung dabei. Unter Brüder für die Brüder wurde im Dialog das  Protokoll vom letzten Hauptbott vorgetragen. Es endete mit dem Lied „Nehmt Abschied Brüder“, Insider wissen es zu deuten.

Es folgte ein Jahresrückblick von Zunftmeister René aus der Mehreren, der Probleme hatte, das Geschriebene in die Sprache (hoch- und schwiezerdütsch) umzusetzen. Multimedial  schloss sich Zunftmeister Claus Epting aus der Minderen an, der seinen Rückblick mit Bildern untermauerte. Fürsorglich versorgte er Zunftbruder Thommy mit einem Blätzlehelm, da dieser sich in den letzten beiden Jahren  im Auswärtsgefecht Verletzungen im Gesicht zuzog. Auch Zunftwirt Hermann hat, dank dem Zunftmeister, jetzt seinen Kleiderschrank wieder komplett.

Es folgte eine Pause, Gelegenheit zum Essen. Hier einen Dank an die Waldgeister Rhina, die uns wunderbar bewirteten.

Danach folgte der Höhepunkt, nämlich die Vereidigung neuer Zunftbrüder:

Drei neue Zunftbrüder, aus der Mehreren Rudolf Lüscher und Louis Tröndle und aus der Minderen Torsten Amann, leisteten vor dem Totenkopf den Eid, bis ans Lebensende den Narronen anzugehören. Anschließend durften sie stolz den Zunftbrüdern und Gästen ihrer Larve vorstellen.

Mit Peter Strittmatter, Gestalter der Laufenburger Plakette seit 1997,  wurde ein verdienter Narro zum Ehrenzunftbruder ernannt. Viele Narronen tragen auch mit Stolz eine Larve, die ebenfalls von Peter geschnitzt wurde. Zugleich opfert er noch seine wenig freie Zeit, um die Zunft im Kulturellen Beirat der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte zu vertreten.

Gedankt wurde Zunftarchivar Hubert Mutter für seine akribische Tätigkeit für die Zunft seit 1990.

Nachfolger wurde hier Stefan Lehmann, der weiterhin wenn nötig von Hubert unterstützt wird.

Hubert führte ebenfalls die Zunftstube und hatte, unterstützt von Joachim Goller, schon vielen Besuchern das Brauchtum und die Geschichte der Zunft näher gebracht.

Ehrungen erhielten Ehrenzunftmeister Georg Gerteis und Ehrenzunftbruder Franz Rudigier für 60 Jahre, Ulrich Schmidt für 50 Jahre und Thommy Mutter für 15 Jahre

Leider konnte Georg aus gesundheitlichen Gründen diese Ehrung nicht persönlich entgegen nehmen. Jeder der ihn kennt weiß, wie weh im dies sicherlich tat.

 

Grußworte kamen vom stellvertretenden Stadtamann Meinrad Schraner sowie von Vertretern der Laufenburger und Schweizer Narrenvereine. Stadtpfarrer Klaus Fietz präsentierte, auch unter dem Punkt „die Gäste haben das Wort“, als Weltpremiere Mozarts „Bona nox!“, einen Ein-Mann-Kanon.

 

Ein Trio, bestehend aus den „Ehren“ René Leuenberger sen., Jürgen „Yogi“ Maier und Charly Oberle, präsentierte eine neue Variante vom Laufenburger Lied als „We will Rock you-Version“

mit Wie – Wo – Was, s’isch Fasnacht.  Mit dem Titel „Mein Freund der Baum“ wurde nochmals die Odysee vom Zierbäumchen vor dem Hähnle aufs Korn genommen.

Die Fehler in der neuen Stadthalle wurden zur Musik von „Über den Wolken“ kritisiert. Zum Abschluss peppten die Drei noch die Narrensprüchle musikalisch auf.

Geschlossen wurde ein schöner, abwechslungsreicher Hauptbott mit dem Laufenburger-Lied in der Originalversion.

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Frau Wäber (SabineSchütz-Baumgartner aus Minseln) und  Hausmeister  Renè d Ä. (René Leuenberger der Ältere)  Die beiden Zunftmeister zeigen sich stolz mit den neuen Zunftbrüdern, von links: Claus Epting – Thorsten Amann – Rudi Lüscher – Louis Tröndle – René Leuenberger jun.

Zum Ehrenzunftbruder ernannt wurde

Peter Strittmatter

60 Jahre in der Zunft

Ehrenzunftbruder Franz Rudigier und Ehrenzunftmeister Georg Gerteis

Bilder Archiv

Bilder vom Hauptbott – Link zur Fotogalerie Südkurier
Artikel zum Hauptbott – Link zum Südkurier

Artikel zum Hauptbott – Link zur Badischen Zeitung
Artikel zum Hauptbott – Link zur Aargauer Zeitung

Bilder von Olaf Michel dafür herzlichen Dank   Bilder-Michel.de     Fotograph und Journalist

Bilder privat:

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